Süddänemark

Süddänemark umfasst den gesamten Süden Dänemarks und die Insel Fünen. Vejle ist die Hauptstadt dieser Region, die aus insgesamt 22 Kommunen besteht. Das Wattenmeer zieht sich nahezu die gesamte deutsche Nordseeküste entlang bis Esbjerg in Dänemark.

 

Vejle gehörte schon vor Jahrhunderten zu den wichtigsten Seehandelsstädten der jüdländischen Ostküste. Die 144 km² große Stadt war lange nur von regionaler Bedeutung. Allerdings ist sie in ihrer Bedeutung als Nadelöhr zwischen Nord- und Südjütland nicht zu unterschätzen. Vejle gehört zum sogenannten Dreieck Fredericia-Kolding-Vejle, dem eine sehr günstige wirtschaftliche Weiterentwicklung prognostiziert wird.

 

Östlich der Stadt befindet sich die Vejlefjordbro, eine der längsten und höchsten Brücken Dänemarks. Wahrzeichen der Stadt ist die weithin sichtbare Windmühle. Die Altstadt von Vejle ist sehr schlecht erhalten. Die Stadt lockt jedoch durch ihre wunderbare Lage am Ende des Fjords viele Besucher an. Die Umgebung ist meist bewaldet und man findet hier für Dänemark ungewöhnlich steile Anhöhen. Nordwestlich der Stadt liegen die Monumente von Jelling und einige vorzeitliche Grabhügel.

 

Auch Odense, eine der wichtigsten und größten Städte Dänemarks, liegt im Bereich Süddänemark. Die Großstadt ist durch einen Kanal mit dem Odense-Fjord verbunden und war schon im Mittelalter durch den Katholizismus geprägt. Heute finden sich im Stadtbild zahlreiche Klöster und Kirchen, aber auch Kunsthallen und sehr viele Museen.

 

Der berühmteste Sohn der Stadt ist Hans Christian Andersen, der wohl berühmteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Wer kennt nicht die Geschichte vom Mädchen mit den Schwefelhölzchen oder die traurige Erzählung von der kleinen Meerjungfrau? In Odense kann man auf den Spuren des berühmten Schriftstellers wandeln. Und wem das zu langweilig ist, der kann das Europäische Automobilmuseum oder den Zoo mit Ozeanium besuchen.

 

Süddänemark ist auch ein sportliches Zentrum Jütlands. Hier sind sowohl Handball (z.B. der Kolding IF)- als auch Fußballclubs (z.B. der Superligaclub Odense BK) beheimatet, die allesamt sehr erfolgreich spielen.

Die dänischen Wattenmeerinseln

Vor der Küste Jütlands im dänischen Wattenmeer befinden sie sich: die dänischen Wattenmeerinseln. Geographisch gehören die Inseln zur Region Süddänemark (Syddanmark), gerade von vielen Deutschen werden sie aber auch zu den nordfriesischen Inseln gezählt. So liegt Römö, die südlichste der dänischen Wattenmeerinseln, nur 6 Kilometer nördlich von Sylt. Die Inselgruppe der dänischen Wattenmeerinseln besteht aus den Inseln Römö, Fanö und Mandö, der Hallig Langli sowie den Höchsänden Jordsand und Koresand, einer Art Sandbank im Meer.
Die dänischen Wattenmeerinseln sind beliebte Urlaubsziele bei Touristen. Die einwohnerstärkste der Inseln ist Fanö: etwa 3200 Menschen leben hier auf den 56 Quadratkilometern der Insel. Die Insel ist stark touristisch geprägt: mehrere Campingplätze sowie Ferienhausgebiete – im Jahr 2008 wurden auf der Insel mehr als 2700 Ferienhäuser gezählt – bieten Platz für zahlreiche Touristen. Die Insel bietet gleichzeitig auch zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmungen, wie z.B. Besuche der Museen oder Besichtigung der Kirchen.
Römö ist die größte der dänischen Wattenmeerinseln, auf der Fläche von 85 Quadratkilometern leben hingegen nur 680 Einwohner. Dies erhöht sich im Sommer durch die Ferienhausurlauber allerdings um ein Vielfaches. Zahlreiche Sportmöglichkeiten an frischer Luft und Natur sind hier möglich, aufgrund der Nähe zu Sylt sind auch Schiffsausflüge dorthin sehr beliebt. Auch kleinere Sehenswürdigkeiten können hier aufgesucht werden.
Zwischen Römö und Fanö ist schließlich die Insel Mandö gelegen. Auf der kleinen Insel mit ihren 8 Quadratkilometern leben auch nur etwa 50 Einwohner. Auch hier genießen Urlauber aber gern die Ruhe und die Natur. Bei Niedrigwasser kann man von hier aus den Hochsand Koresand erreichen.